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«Weltklasse Organisation»: Alle Ressortleiter wurden am Freitag, 6.August von Swiss Olympic als Dank für ihren Einsatz am Gigathlon 2004 zu «Weltklasse in Zürich» eingeladen. Das Top- Event wurde für alle gleichermassen zum Vergnügen als auch zum Anschauungsunterricht wie man Gutes immer noch verbessern kann. Dass es sich bei der anschliessenden nächtlichen Busfahrt ins Centro Sportivo Tenero natürlich um eine suboptimale Start-Vorbereitung für uns Test-Gigathleten handelte, nahmen wir alle gerne in Kauf, so hatten wir doch bereits am Samstag Morgen um halb zwei beim Beschaffen unserer Zimmerschlüssel ein erstes Mal Gelegenheit, mit unserem neuen Motto «enjoy your limits!» Bekanntschaft zu machen. Die persönlichen Statements einiger Teilnehmer zeugen von einer erlebnisreichen Testtour:
Schwimmen: Tenero – Locarno Martin Kömeter Schon bei der ersten Disziplin des Gigathlon 2005 wurde mir klar, welche Grenzen mit dem neuen Motto «enjoy your limits» gemeint sind. In der Mitte des Sees bekam der schwimmende Peter Wirz plötzlich Besuch von den Hütern unserer Grenzen. Ein schwimmender Panzer der Schweizer Zollbehörden begleitete ihn. Die Zöllner wollten uns klar machen, dass das Schwimmen im offenen See viel zu gefährlich sei. Zum Glück haben sie nicht gemerkt, dass Peter neben dem «Spirit» des Gigathlon auch noch viele andere interessante Ideen durch das internationale Gewässer schmuggelte.
Inline: Locarno - Cevio Hans Babst Von Locarno über das Kletter- und Klippenspringer- Mekka Ponte Brolla rollen wir vorbei an malerischen Grottos und Rusticos, immer entlang der Maggia Richtung Bignasco. Die 250 Höhenmeter sind halb so schlimm und in den diversen kurzen Abfahrten testen wir die optimale Abfahrtshocke. Die Autofahrer grüssen uns in südländischer Manier, d.h. Hupen ist fast Pflicht! Bald rückt unser Ziel näher, es geht durchs schmucke Villagio di Someo und schon heisst uns das Strassenschild von Cevio willkommen. Ich will zu viel und verliere bei der «Ankunftspirouette» prompt das Gleichgewicht.
Bike: Cevio – Airolo Manuel Wirz Wenn selbst Sommer- und Sonnenfanatiker Regengüsse mit Freudentänzen begrüssen, der Kopf und die Schuhe anstatt die Bremsklötze glühen, dann weiss ich jetzt: der Betroffene schwitzt am Passo del Narèt. Dass bei Gigathlon Bike-Strecken schon mal ein bisschen zu Fuss gegangen werden muss,war mir schon klar,aber spätestens als sich 3/4 meiner Schuhsohle gelöst hatten und ich mir vorkam als hätte ich Flip-Flops an den Füssen,verstand ich den neuen Slogan «enjoy your limits». Trotzdem, eine wunderschöne Grenzerfahrung!!!
Velo: Airolo – Sarnen Hans Beeli Über die drei Pässe Nufenen, Grimsel und Brünig habe ich am Samstag auf der Velostrecke meine Limiten getestet (bisher war ein Pass das Höchste meiner Gefühle). Das fehlende Begleitfahrzeug hat mich zu dieser Ausdauerleistung gezwungen, nach dem Motto: Ich trample, trample und trample bis der Walti kommt. Er kam nicht. Anstelle des versprochenen Fahrzeuges kam dann am Brünig der Hammermann.
Run: Sarnen – Luzern Simone Hubacher Kaum zu glauben, wie ein Regenbogen, in den Farben intensiver als je zuvor, einen entschädigen kann für den steilen und ewig langen Anstieg, die brütende Hitze zuvor auf der Ebene, die plötzlichen Hagelkörner auf dem Kopf, den verpassten Windsurf- Nachmittag auf dem See. Dieser Anblick und ein Dutzend ähnlich schöne lässt einen durchhalten, lässt mich weiter rennen und gehen,wo es zu steil oder zu glitschig ist.Der Schmerz im linken Knie und den Waden lässt nicht nach, aber die Luft-Temperatur geht in normale Bereiche zurück und ich renne, renne und renne, mit fünf Leidensgenossen, noch über eine Wiese, noch einen Hügelzug entlang, und plötzlich taucht sie auf vor mir: die Stadt Luzern.
Schwimmen: Luzern Brigitte Röllin Begeistert hat mich hier vor allem die wunderbare Stimmung mit der Panoramasicht auf den Pilatus am Morgen früh beim Anziehen des Wetsuits. Der Start an einem Strand wie in Rimini, das Wasser klar und warm wie in der Karibik, die Luft rein wie in den Bergen, das Kultur- und Kongresszentrum vor den Augen und das Lucerne Festival in den Ohren – wir drei Testschwimmer fühlten uns im Vierwaldstättersee wie VIP-Touristen auf einer PR-Reise ....
Inline: Luzern - Sursee Susanne Böhlen Nach dem gestrigen «Hagellauf» habe ich meine Pläne kurzfristig geändert:die Laufschuhe sind noch triefend nass und so schnalle ich lieber nochmals die Skates an. Im langgezogenen Aufstieg von Luzern nach Neuenkirch übe ich positives Denken: bald werden wir mit dem traumhaften Ausblick auf den Sempachersee belohnt.Der Belag ist top und mein Begleiter Gere schirmt mich von den Autofahrern ab. Ich gebe doch auch Gas aber für den Radar reichts wohl höchstens im Windschatten. Der See kommt in Sicht und nun geht’s rasant runter Richtung Sempach. Da wackeln mir ganz schön die Knie; doch Spass macht's! Nach dem Motto «enjoy your limits» lasse ich es rollen! Rechts der Blick auf den See,im Vordergrund weidende Kühe und später das beeindruckende Paraplegiker Zentrum Nottwil.Zum Abschluss der Etappe geht's über die buckligen Verkehrsberuhigungen zur Stadthalle – ich muss gestehen, die Inlinestrecke ist 1000mal schöner als der Anblick dieses grünen Baus. Inliner freut euch – diese Strecke ist Weltklasse!
Velo: Sursee - Welschenrohr Harry Graf Ein ständiges Auf und Ab auf der ersten Streckenhälfte durch den hügeligen Teil des Mittellandes, gefolgt von einem leicht ansteigenden zweiten Streckenteil durch die Klus von Balsthal mitten in eines der charakteristischen Juratäler, wo in Welschenrohr für die Biker der erste steile Aufstieg nicht lange auf sich warten lässt.
Bike: Welschenrohr - Laufen Wolfgang Ulrich Die Strapazen von der samstäglichen Bike-Tour steckten mir vor allem am ersten Anstieg (gleich 400 Höhenmeter auf 6 Kilometer) noch in den Beinen, doch dann entschädigte mich der Sonntag voll und ganz.Einige relativ kurze und deftige Anstiege – wie sie wohl zum Jura gehören – und dann die langen Abfahrten durch die traumhaften Täler und schönen Dörfer zwischen Welschenrohr und Laufen, so geniesse ich gerne meine Grenzen!
Run: Laufen – Basel Peter Wirz Der zum Teil sehr steile Aufstieg auf die Challhöchi entpuppte sich als nicht so schlimm, weil er grösstenteils durch bewaldetes Gebiet führt. Schlimmer waren dafür die «Navigationsprobleme» ohne Gigathlon-Wegweiser. Kartenlesen war bei der Hitze Glücksache und da wir ja von Laufen nach Basel nicht Wanderer, sondern Läufer waren, wiesen uns die zahlreichen Wanderwegweiser auch nicht immer beim ersten Anlauf den richtigen Run. Ab Kloster Marienstein – auf die göttliche Eingebung des richtigen Weges konnten wir von hier aus verzichten – verlief die Laufstrecke angenehm coupiert durch Obstplantagen entlang der Landesgrenze zu Frankreich und sobald ich mich Basel näherte, folgte die Topographie der sinkenden Formkurve ...leicht fallend. Man(n) sollte halt bei dieser Hitze auch die Distanz nicht unterschätzen.
«enjoy your limits» Dany Gehrig Eigentlich sollte das Motto des Gigathlon 2005 in der richtigen Reihenfolge «limits to enjoy» heissen. Der Samstag bringt die Gigathleten wieder an die physischen Grenzen. Dafür entschädigt der Sonntag mit seinen abwechslungsreichen Höhenzügen, bevor man den Einlauf in Basel in vollen Zügen geniessen kann.
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