Der Gigathlon ist zu Ende – der Gigathlon geht weiter
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Nina Brenn und Roger Fischlin |
| Gestern Abend um 22.00 Uhr fand in der Halle des BEA-Expo-Gelände das gigantische Finale des diesjährigen Gigathlon statt, der zum zweiten Mal nach 2002 eine Woche dauerte (7. bis 14. Juli 2007): Bei der Siegerehrung unter tosendem Applaus durften die Schnellsten die Preise für sieben Tage harten Ausdauerwettkampf und Sportabenteuer entgegennehmen: Roger Fischlin (Gigathlon Man 2007), Nina Brenn (Gigathlon Woman 2007), Rita Bürgi und Adrian Ruhstaller (Gigathlon Couple 2007) sowie das Swisspower Premium Team (Gigathlon Team of Five 2007). Der Gigathlon wurde in den drei Kategorien Single, Couple und Team of Five während sieben, drei oder zwei Tagen mit fünf Disziplinen (Velo, Bike, Inline, Schwimmen, Laufen) durchgeführt. Alle Resultate sind auf www.gigathlon.ch einsehbar.
Heute früh, um 00.35 Uhr ist der letzte Gigathlet ins Ziel eingelaufen. Damit ist die fünfjährige Serie des erfolgreichen Multisport-Grossevent zu Ende. Was im Jahr 2002 als als Expo-Projekt begann, ist heute aus dem Kalender der Schweizer Ausdauer-Events nicht mehr wegzudenken. Der Gigathlon ist eine perfekte Kombination von Breiten- und Spitzensport. Für die einen steht die Leistung im Mittelpunkt, für die anderen das Abenteuer. Aber für alle Teilnehmenden, Supporter, Mitarbeitenden und Organisatoren ist es ein unvergleichliches Erlebnis. Für all die Mitfiebernden zu Hause ist es Faszination. Auf diese Weise bewegt der Gigathlon das ganze Land. Deshalb ist für Gigathlon-Präsident Hans Babst bereits vor der nun folgenden Analyse klar, dass das Multisportabenteuer weitergeht. Babst: «Die Leistungen der Athletinnen und Athleten, der freiwilligen Helfer, der lokalen und nationalen Organisationskomitees haben unseren vollen Respekt. Und dieser Respekt ist uns Verpflichtung und Freude, die Gigathlon-Geschichte weiter zu entwickeln. Wir machen das mit Begeisterung für den gesamten Schweizer Sport und sehen darin ganz klar eine Aufgabe der nationalen Dachorganisation, in der Hoffnung, unsere Fachverbände in den künftigen Austragungen noch besser miteinzubeziehen.»
Bewährtes Organisationskonzept
Das Organisationskonzept des Gigathlon 2007 hat sich bewährt. Obwohl der Grossanlass mit einem Tross über 13'000 involvierten Personen sowie Sport- und Unterkunftsmaterial aufwändig durchs ganze Land zog, haben die Abläufe trotz kurzfristigen Improvisationen funktioniert.
Die grösste Herausforderung war die Logistik: Während die entscheidende Frage der Single Gigathleten war, ob sie es ins Ziel nach Bern schaffen würden, stand bei der Organisation die Transportfrage im Zentrum: Das ausgeklügelte Velo-Bike-Transport-System sowie das Shuttle-Bus-Konzept haben sich in der Praxis bewährt. Projektleiter Dany Gehrig ist zufrieden: «Wir haben täglich 2'400 Velos und Bikes transportiert, die Gigathleten konnten rechtzeitig auf die Strecken gehen.» Funktioniert hat auch das aufwändige Shuttle-Bus-System – mit den 20 Bussen konnten lange Wartezeiten vermieden und der Verkehr entlastet werden.
Garstige Wetterbedingungen zu Wochenbeginn haben nicht nur den Gigathleten zu schaffen gemacht, sondern auch die Organisation starkt gefordert. Bei sechs Originalstrecken musste aufgrund von kalten Wassertemperaturen und Schnee in hohen Lagen auf die Ersatzrouten im Schwimmen und Velo ausgewichen werden.
Keine gravierenden Zwischenfälle und Unfälle
Obwohl über 5600 Gigathleten in herausfordernden Disziplinen unterwegs waren, mussten keinen schweren Unfälle behandelt werden. Das Team um den leitenden Arzt Dr. Walter Kistler stand mit vier Ärzten, 20 Personen aus Sanitätsdienst sowie 120 Samaritern aus lokalen Vereinen mit 13 Fahrzeugen rund um die Uhr im Einsatz. In Zusammenarbeit mit der Rega, der Sanitätsnotrufzentrale 144 sowie örtlichen Rettungdiensten und Spitälern konnte die medizinische Versorgung vollumfänglich gewährleistet werden. 24 Gigathleten mussten hospitalisiert werden, konnten das Spital aber am nächsten Tag wieder verlassen. Hinzu kamen rund 200 ambulante ärztliche Behandlungen sowie weitere gesundheitliche Anliegen bei den Samariterposten in den Etappenorten. Kistler: «Wir sind froh, dass dieses extreme Ausdauersportabenteuer keine gravierenden Unfälle forderte.»
Damit wird der Gigathlon 2007 allen Beteiligten in einmaliger Erinnerung bleiben. Dany Gehrig:
«Die Gigathlon-Kleinstadt mit 13'000 Personen ist um die Schweiz gereist und dabei zu einer grossen Familie von Helfern, Gigathleten und Partnern zusammengewachsen.»
Zahlen zum Gigathlon 2007:
Strecke: Sechsmal musste wetterbedingt auf Ersatzstrecken ausgewichen werden, damit wurden 1437 (statt 1432) Kilometer und 25'920 (statt 26'690) Höhenmeter absolviert.
Teilnehmende: Insgesamt 5684 Gigathleten (alle Kategorien) sind gestartet, 4840 haben das Rennen beendet.
7 Days:
Angemeldet: 117 Single Man, 10 Single Woman, 67 Couple, 471 Team of Five
Gestartet: 113, Single Man, 10 Single Woman, 61 Couple, 450 Team of Five
Im Ziel: 31 Single Man, 3 Single Woman, 46 Couple, 374 Team of Five
3 Days:
Angemeldet: 32 Single Man, 1 Single Woman, 67 Couple, 343 Team of Five
Gestartet: 24, Single Man, 1 Single Woman, 62 Couple, 337 Team of Five
Im Ziel: 21 Single Man, 0 Single Woman, 58 Couple, 293 Team of Five
2 Days:
Angemeldet: 34 Single Man, 1 Single Woman, 28 Couple, 275 Team of Five
Gestartet: 28, Single Man, 1 Single Woman, 28 Couple, 254 Team of Five
Im Ziel: 18 Single Man, 1 Single Woman, 24 Couple, 235 Team of Five
Weitere Informationen:
Claudia Imhasly, Leiterin Information und Medien, Tel. 079 701 1 701
www.gigathlon.ch
Alle Resultate: www.gigathlon.ch
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