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Bern, 9. Juli 2006. Der Gigathlon 2006 war gelungener Abstecher in die Romandie und hat mit fast 20 Prozent Westschweizer Teilnehmenden auch dort den Gigathlon-Virus verbreitet. Der Multisport-Event unter dem Motto «24 h – l'aventure continue !» hat gehalten, was er versprochen hat: Es war ein Abenteuer der Superlative mit verdienten Siegerinnen und Siegern, bei dem alle Beteiligten auf ihre Kosten kamen.
In der Deutschschweiz ist der Gigathlon längst Kult. In der Westschweiz hingegen nahm bisher kaum jemand Notiz vom Fünf-Disziplinen-Ausdauerevent, für den sich in diesem Jahr 12'000 Interessierte einschreiben wollten. 5'400 Startplätze wurden schliesslich per Auslosung vergeben.
Mit dem diesjährigen Gigathlon durch die Westschweiz sind nun auch die Romands vom Gigathlon-Virus infiziert. Gigathlon-Präsident Hans Babst: «Der Funke ist gesprungen. Wir sind stolz darauf, dass wir 20 Prozent der Teilnehmenden aus der Westschweiz motivieren konnten. Ich bin sicher, in Zukunft werden auch immer mehr Romands mitmachen.» Nicht nur die Begeisterung der Teilnehmenden ist dafür entscheidend. Sondern auch das Engagement der Partner in Genf und La Chaux-de-Fonds durch das die Zusammenarbeit mit Swiss Olympic habe gefestigt werden können, blickt der Präsident optimistisch in die Zukunft.
Der Gigathlon 2006 unter dem Motto «24 h – l'aventure continue !» startete am Freitag, um Mitternacht in Genf, führte durch die Westschweiz nach La-Chaux-de-Fonds, über den Chasseral und durchs Seeland nach Bern auf das BEA-Expo-Gelände, wo die Gigathletinnen und Gigathleten am Samstag, bis spätestens um Mitternacht eintreffen mussten. Insgesamt 329,5 Kilometer und 4470 Höhenmeter waren velofahrend, bikend, schwimmend, skatend und laufend zu bewältigen. Das Wetter spielte mit, so dass keine Ausweichungen auf Ersatzstrecken notwendig waren.
4923 Gigathletinnen und Gigathleten waren schliesslich am Start: Von 253 Single Man haben 193 das Ziel erreicht, von den 16 Frauen haben 11 den Wettkampf zu Ende geführt. 237 «Couple» und 836 «Team of Five» waren am Start, 218 «Couple» und 807 «Team of Five» wurden klassiert. Insgesamt 1500 Helferinnen und Helfer haben den Anlass zusammen mit dem Organisationskomitee möglich gemacht.
Wettkampf für Profis, Erlebnis für Passionssportler
Der Gigathlon ist nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern ein intensives Erlebnis für alle Teilnehmenden und auch für die Organisatoren. Für die Velofahrer wars diesmal eine besondere Herausforderung. Mit dem Start um Mitternacht führte die Strecke durch die Nacht, Müdigkeit und Dunkelheit mussten zusätzlich bewältigt werden. Deshalb durchliefen die Velofahrer vor dem Start einen Suva-Sicherheitscheck. «Das Sicherheitskonzept hat sich vollauf bewährt», freut sich Projektleiter Mathieu Plattner.
Die Sieger wurden ihrer Favoriten-Rolle gerecht: Roger Fischlin ist der neue Gigathlon Single Man und benötigte für die gesamte Strecke 15:48:08 Stunden. Schnellste Frau war Trix Zraggen, die Siegerin von 2004, mit 19:22:29 Stunden. Temporeich waren Andrea Gross und Daniel Keller (Venga Couple) als schnellstes Couple mit 14:44:20 Stunden unterwegs. Am schnellsten absolvierte die 329,5 Kilometer das Vorjahressieger-Quintett, das Swisspower Premium Team mit Thomas Frischknecht, Florian Vogel, Caroline Steffen, Franziska Stämpfli und Urs Dellsperger in 12:41:54 Stunden.
Auch wenn der Gigathlon kein typischer Publikums-Anlass ist, kamen die Zuschauer selbst auf ihre Kosten. Der Gigathlon Power Park von Swisspower und Energie Wasser Bern (ewb) bot der Gigathleten-Familie und den Gästen die Möglichkeit die fünf Sportarten des Gigathlon auf spierische und herausfordernde Weise selbst zu erleben.
Bewährtes Konzept, wenig Zwischenfälle
In Sachen Umweltschutz und Sicherheit wurden besondere Anstrengungen unternommen, die sich bewährt haben. Die SBB-Extrazüge von La Chaux-de-Fonds nach Genf und das Shuttlebus-System zu verschiedenen Wechselzonen ermöglichten einen geordneten und dadurch vereinfachten Ablauf. «Der logistische Mehraufwand hat sich vollauf gelohnt», ist Plattner zufrieden.
Die Unfälle und Zwischenfälle hielten sich im üblichen Rahmen. Das fünfköpfige Ärzteteam mit sechs Rettungssanitätern und 70 Samaritern musste vor allem Schürfungen, Übelkeiten, Asthmaanfälle, Schulterluxation sowie eine Oberschenkelfraktur behandeln. Ein Velofahrer kollidierte mit einem Dachs und musste mit Kopfverletzungen hospitalisiert werden.
Bereit für die neue siebentägige Superlative 2007
Das Abenteuer Gigathlon geht auch im nächsten Jahr weiter – als siebentägiger Grossevent vom 7. bis 14. Juli 2007. Gigathlon-Präsident Hans Babst: «Die Begeisterungsfähigkeit, aber auch die Disziplin der Teilnehmenden hat unseren vollen Respekt, genauso wie die sportliche Leistung, die in allen Kategorien erzielt wurden. Mit Überzeugung nehmen wir die Herausforderung 2007 an.»
Resultate (nach Kategorie):
Single Man:
1.Roger Fischlin, Samstagern (ZH), 15:48:08 Stunden 2.Bernhard Hug, Oberägeri (ZG), 16:00:31 Stunden 3.Stefan Gisler, Erstfeld (UR), 16:08:21 Stunden
Single Woman:
1.Trix Zgraggen, Silenen (UR), 19:22:29 Stunden 2.Silvia Pleuler-Frey, Birr (AG), 20:08:37 Stunden 3.Annette von Mandach, Kriens (LU), 20:11:18 Stunden
Couple:
1.Venga Couple (Andrea Gross, Daniel Keller), 14:44:20 Stunden 2.www.kaltstart.ch (Katharina Steger, Steven Beeler), 15:04:28 Stunden 3.thomyk.ch (Ariane Schumacher, Peter Jenni), 15:06:21 Stunden
Team of Five:
1.Swisspower Premium Team (Thomas Frischknecht, Florian Vogel, Caroline Steffen, Franziska Stämpfli, Urs Dellsperger), 12:41:54 Stunden 2.SPONSER Team (Gregory Rast, Balz Weber, Nicole Schrader, Nadine Gloor, Peter Gschwend), 12.51:46 Stunden 3.Eitzinger Bike Holiday (Thomas Bürgi, Tobias Hollenstein, Kim Fleury, Seraine Camastral, René Fuchser), 13:08:14 Stunden |