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Catch the sun - die Aufholjagd des Sporthilfe-Team


Christophe Augsburger, seines Zeichens Volleyballer und Mitglied des Sporthilfe Team of Five,  nahm unter den ersten 100 Teams die Velostrecke von Thun nach Zweisimmen in Angriff – und blieb bereits nach knapp 10 Kilometern unfreiwillig mit einer Panne stehen. Was nun?

Es begann so gut. Der Rückstand auf die Spitze betrug nach dem ersten Tag etwas über 3 Stunden, rangmässig durfte sich das junge Team den 199. Platz als Samstagsresultat schreiben lassen. Am Morgen des Shining Sunday nahm die Schweizer Schwimmhoffnung Martina van Berkel zusammen mit rund 1000 anderen Team of Five – Schwimmern die 3 Kilometer zum Strandbad Thun in Angriff. Und sie liess nicht nur alle Konkurrenten hinter sich, sondern holte auch mehrere Schwimmer ein, welche im zuvor lancierten Jagdstart der besten Teams of Five gestartet waren. Fazit: 92 Ränge gut gemacht! Eisschnelläufer Christian Oberbichler vollbrachte auf der Inlinestrecke den zweiten Coup und stiess um weitere 73 Ränge vor. Nun schien die Panne die Abenteuerreise des Sporthilfe-Team jäh zu stoppen… Oder doch nicht?

Der Speaker in Thun nahm die telefonisch durchgesickerte Information auf und fragte salopp in die Zuschauermenge der Wechselzone Thun, ob jemand ein Fahrrad für einen 2-Meter-Mann übrig habe. Kein Problem, die Zusage erfolgte innert Sekunden. "Ich habe die Durchsage per Zufall mitbekommen und habe gerne geholfen. Ich kenne Augsburger, ich spiele ja selber auch Volleyball", meinte Andreas von Kaenel. Doch bis Augsburger seine Fahrt wieder aufnehmen konnte, war der Besenwagen nicht mehr weit und das Fahrrad – nun ja. Augsburger absolvierte die restlichen 115 Kilometer und insgesamt fast 2000 Höhenmeter auf einem Citybike! Ohne Klickpedalen, wohlverstanden.

Nach genau 7 Stunden, 33 Minuten und 58 Sekunden traf Augsburger in der Wechselzone Zweisimmen ein und erhielt für kurze Zeit die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums. Der Skicrosser Peter Stähli machte anschliessend in seiner Heimatgegend auf dem Bike wieder 40 Plätze gut und schickte die Läuferin Céline Koch kurz nach halb 7 auf die abschliessende Laufstrecke. Das Team schloss damit auf dem 547. Rang.

Das Citybike ist übrigens wieder wohlbehalten bei seinem Besitzer, der sich seinerseits quasi bedankte: "Ich finde es witzig, dass mein Velo auf diese Weise erste Gigathlonerfahrungen sammeln konnte".

 
 v.l.n.r.: Christophe Augsburger, Céline Koch, Martina van Berkel, Peter Stähli, Christian Oberbichler
 
 Andreas von Kaenel (links) und Christophe Augsburger (rechts)

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