|
Test-Tour 2006
Das 24-Stunden-Konzept und die Strecke unter dem Motto 24 h – l`aventure continue ! haben sich bei der Test-Tour der Organisatoren bewährt und sind auf viel Begeisterung gestossen. Eine viel versprechende Herausforderung!
Text Claudia Imhasly (Ressortleiterin Medien)
Velo: Es wurde nicht geschummelt: Brigitte Röllin (Steuerungsgruppe) und Peter Wirz sind am Samstag, 13. August 2005 pünktlich um 00:00 Uhr am Genfersee auf dem Velo losgefahren. Die neue Gigathlon-Strecke sollte so authentisch wie möglich getestet werden. Die Fahrt durch die Nacht nach La Chaux-de-Fonds war bei Nieselregen eine harte und lange Herausforderung. «Sie ist aber auf jeden Fall zu bewältigen. Eine wunderschöne Strecke», finden die beiden. Insbesondere der Start an der beleuchteten Seepromenade und Stunden später die Fahrt in die Morgenstimmung hinein haben die beiden begeistert. Die Müdigkeit war zwar kein Problem, trotzdem müssen sich die Gigathleten an die neuen Verhältnisse gewöhnen. Zwischen 02:00 und 04:00 Uhr fährt der Körper seine Leistung herunter, die Selbstmotivation wird zur Zerreissprobe. Tipp: Leistungsstarke Lampen und genügend Akkus besorgen und schon jetzt im Dunkeln mit eingeschränkter Sicht (Vorabend) trainieren. Bei der Bekleidung die kühlen Nächte mit berücksichtigen! Die Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) schreibt für Velos ein nach vorn weiss und nach hinten rot leuchtendes Licht vor. Die Lichter müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m sichtbar sein und dürfen nicht blenden (weitere Infos:www.admin.ch).
Bike: Die Test-Biker nahmen um 14:00 Uhr den Weg von La Chaux-de-Fonds über den Chasseral nach Biel unter die Pedalen. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und teils technisch anspruchsvoll, aber für alle machbar, wie das konditionell sehr unterschiedlich zusammengesetzte Test-Team zeigte.«Trotzdem bedeutet die Bike-Tour für Single-Athleten gleich nach der Veloetappe ein nahrhaftes Stück Arbeit», resümiert der Gigathlon Man 2002 Urban Schumacher anerkennend. Aber: Die Bilderbuchlandschaft und der herrliche Panoramablick auf dem Chasseral entschädigen für jegliche Mühen! Tipp: Technik verbessern, Single-Trails fahren und Intervalltrainings absolvieren.
Schwimmen: Am Sonntagmorgen um 07:15 Uhr wagte die Schwimmgruppe den Sprung in die frische Aare. Die Strecke von Aegerten nach Büren a.A. ist mit sieben Kilometern doppelt so lang wie das letztjährige Schwimmstück,effektiv bestimmt aber die Fliessgeschwindigkeit des Flusses die Länge.Martin Kömeter (Ressortleiter Schwimmen): «Die Distanz entspricht rund vier Kilometern in stehenden Gewässern. Trainieren muss man aber fürs Maximum». Das Test-Team ist sich einig: «Eine grossartige Abwechslung». Tipp: Frühsommerliches Schwimmen im Fluss. Am besten mit Wetsuit und in der Gruppe.
Inline: Die Inline-Strecke wurde auf vielseitigen Wunsch verlängert und misst 44 Kilometer. Um 09:45 Uhr starteten die Tester, um den Abschnitt zwischen Büren a.A. und Murten kritisch zu prüfen. Sandro Cattaneo (Ressortleiter Inline) ist vollauf zufrieden: «Die Streckenführung ist fantastisch, auf dem grössten Teil können wir auf dem Expo.02-Radweg fahren. Wunderschön!». Die Strecke ist grundsätzlich flach, die 70 Höhenmeter sind auf zwei Steigungen beschränkt. Nur der einsetzende Regen machte vielen zu schaffen. Tipp: Im Windkanal Westwindtraining absolvieren!
Laufen: Den Abschluss der Test-Tour Gigathlon 2006 bildeten die Läufer, die um 12:30 Uhr in Murten aufbrachen, um etwa fünf Stunden später in der Bundeshauptstadt einzutreffen. Die Strecke führte durch vielseitiges Gelände, durch Dörfer und der Aare entlang. Lucila Monroy (Ressortleiterin Laufen) war begeistert, wollte die Etappe aber nicht unterschätzt haben:«Die Laufstrecke ist lang und anspruchsvoll und erfordert viel Ausdauer». Tipp: Gute Lampen sind auch hier das A und O –viele werden erst in der Nacht ankommen!
Gemeinsame Analyse: Am Abend trafen sich die zwei Dutzend Test-Gigathleten hungrig zu einem wohl verdienten Teller Spaghetti im Marzili-Bad und zu einer gemeinsamen Analyse: Die 24-Stunden-Idee und die neue Streckenführung durch die Westschweiz nach Bern sind ein attraktives Novum und werden die Gigathleten begeistern. Die Organisatoren sind sich bewusst: Für die Single wird der Gigathlon 2006 eine besondere Herausforderung sein, sowohl körperlich wie auch psychisch.Der Start und für einige auch das Ziel werden in der Nacht sein. Es gibt keine Ruhephase und es gilt, den Körper zu überlisten – aber gerade das dürfte der spezielle Anreiz sein! Einstimmiges Fazit: Die Test-Tour ist gelungen! Der Präsident des Gigathlon, Hans Babst, zeigt sich zuversichtlich: «Die Ressortleiter haben hervorragende Teamarbeit geleistet. Jetzt gilt es, die Details zu klären!»
|